Amilo M1439g

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Linux auf dem Amilo M1439g (mit DEBIAN)


Erstinstallation

Das erste Problem, ist der Debian-Standard-Kernel, welcher bisher sata_via und sd_mod nur als Modul enthält und zunächst jeden Zugang zum System verwehrt.

Abhilfe schaffe ein Booten über Knoppix und ein neues Kompillieren des Kernels mit den betreffen Modulen statisch eingebunden. (Für reiserfs gilt das selbe, solltet Ihr das verwenden.) Eine sehr gute Anleitung zum Erstellen des Kernels: http://newbiedoc.sourceforge.net/system/kernel-pkg.html Hier nur soviel: Wird make menuconfig benutzt, sind folgende Module statisch einzubinden:

  • Device-Drivers/SCSI device support/SCSI Disk support (sd_mod)
  • Device-Drivers/SCSI device support/SCSI low-level drivers/VIA SATA support (sata_via)
  • Evtl. mit dem gewünschten Filesystem genauso verfahren

Nach dem Erstellen des Kernels: Image mit der --root Option installieren und damit auf das das spätere ROOT-Verzeichnis des DEBIAN-Systems verweisen: z.B. dpkg -i MeineEigenerKernel.deb --root=/mnt/sda2

Danach noch z.B. /mnt/sda2/boot/grub/menu.lst anpassen und für den Fall, daß noch der Winbootblock installiert ist grub-install ausführen aber auch hier das --root-directory= beachten.

Wenn das System einmal gebootet hat, dann kann man auch wieder den Standard-Debian-Kernel istallieren, allerdings sollte vorher folgendes in /etc/mkinitrd/modules hinzugefügt werden:

sd_mod
sata_via
# Evtl. auch
#reiserfs
#nvidiafb
#vesafb


X11

xorg.conf

Unbedingt den Original-nvidia-Treiber installieren (www.nvidia.de)! Sollte es mit dem bestehenden Kernel nicht funktionieren, mit einem selbst kompillierten Kernel läßt sich nvidia ganz problemlos einrichten! nv geht zwar auch, ist aber deutlich langsamer und führt zu gelegentlichen Grafikfehlern. Die Konfiguration ist aber nahezu identisch(nach dpkg-reconfigure xserver-xorg):

# /etc/X11/xorg.conf

Section "Files"
	#
        FontPath        "unix/:7110"                    # local font server xfs-ttf
        FontPath        "unix/:7100"                    # local font server xfs
	#
	# if the local font server has problems, we can fall back on these
	FontPath	"/usr/lib/X11/fonts/misc"
	FontPath	"/usr/lib/X11/fonts/cyrillic"
	FontPath	"/usr/lib/X11/fonts/100dpi/:unscaled"
	FontPath	"/usr/lib/X11/fonts/75dpi/:unscaled"
	FontPath	"/usr/lib/X11/fonts/Type1"
	FontPath	"/usr/lib/X11/fonts/CID"
	FontPath	"/usr/lib/X11/fonts/100dpi"
	FontPath	"/usr/lib/X11/fonts/75dpi"
EndSection

Section "Module"
	Load	"bitmap"
	Load	"dbe"
	Load	"ddc"
# NICHT bei nvidia-Treiber:
#	Load	"dri"
	Load	"extmod"
	Load	"freetype"
# WICHTIG bei nvidia-Treiber:
	Load	"glx"
	Load	"int10"
	Load	"record"
	Load	"type1"
	Load	"v4l"
	Load	"vbe"
EndSection

Section "InputDevice"
	Identifier	"Generic Keyboard"
	Driver		"keyboard"
	Option		"CoreKeyboard"
	Option		"XkbRules"	"xorg"
	Option		"XkbModel"	"pc105"
	Option		"XkbLayout"	"de"
EndSection

Section "InputDevice"
	Identifier	"Configured Mouse"
	Driver		"mouse"
	Option		"CorePointer"
	Option		"Device"		"/dev/input/mice"
	Option		"Protocol"		"ImPS/2"
	Option		"Emulate3Buttons"	"false"
	Option		"ZAxisMapping"		"4 5"
EndSection
Section "InputDevice"
	Identifier	"Synaptics Touchpad"
	Driver		"synaptics"
	Option		"SendCoreEvents"	"true"
	Option		"Device"		"/dev/psaux"
	Option		"Protocol"		"auto-dev"
	Option		"HorizScrollDelta"	"0"
EndSection

Section "Device"
	Identifier	"NVIDIA Corporation NV43 [GeForce Go 6600]"
#	Driver		"nv"
        Driver          "nvidia"
	BusID		"PCI:3:0:0"
EndSection

Section "Monitor"
	Identifier	"Standardbildschirm"
	Option		"DPMS"
#	HorizSync	30-65
#	VertRefresh	50-75
#	HorizSync       30-82
#	VertRefresh     58-75
#       HorizSync       30-82
#       VertRefresh     50-75
       HorizSync       30-83
       VertRefresh     55-75 
       Option       "DPMS"

EndSection

Section "Screen"
	Identifier	"Default Screen"
	Device		"NVIDIA Corporation NV43 [GeForce Go 6600]"
	Monitor		"Standardbildschirm"
	DefaultDepth	24
	SubSection "Display"
		Depth		1
		Modes		"1280x800" "1024x768" "800x600" "640x480"
	EndSubSection
	SubSection "Display"
		Depth		4
		Modes		"1280x800" "1024x768" "800x600" "640x480"
	EndSubSection
	SubSection "Display"
		Depth		8
		Modes		"1280x800" "1024x768" "800x600" "640x480"
	EndSubSection
	SubSection "Display"
		Depth		15
		Modes		"1280x800" "1024x768" "800x600" "640x480"
	EndSubSection
	SubSection "Display"
		Depth		16
		Modes		"1280x800" "1024x768" "800x600" "640x480"
	EndSubSection
	SubSection "Display"
		Depth		24
		Modes		"1280x800" "1024x768" "800x600" "640x480"
	EndSubSection
EndSection

Section "ServerLayout"
	Identifier	"Default Layout"
	Screen		"Default Screen"
	InputDevice	"Generic Keyboard"
	InputDevice	"Configured Mouse"
	InputDevice	"Synaptics Touchpad"
EndSection

Section "DRI"
	Mode	0666
EndSection

Anmerkungen zu den Frequenzen

  • HorizSync 30-83
  • VertRefresh 55-75

Die Werte hatte ich erst etwas willkürlich aus den SUSE-Monitor-Referenzen und den Vorschlägen des dpkg-reconfigure xserver-xorg zusammengesetzt. Später fand ich irgendwo bei Fujitsu-Siemens ein Tool, welches unter Windows ein Testbild darstellt. Dieses Tool ist jedoch erstaunlicherweise für zwei Monitore gedacht: Scaleoview T19-1 und AMILO M1439G Offenbar müssen beide Monitore Ähnlichkeiten haben. Ich habe nun die Frequenzenvom Scaleoview T19-1 übernommen. Diese stehen im Datenblatt.

#/etc/X11/xorg.conf
...
# Vorher:
#       HorizSync       30-82
#       VertRefresh     50-75
# Nachher:
       HorizSync       30-83
       VertRefresh     55-75
...

In der Praxis ändert es allerdings nichts. Die Werte waren schon vorher sehr ähnlich. Ich halte es aber immer noch für besser, mich an solchen Indizien zu orientieren, als irgendwas ganz auf gut Glück einzugeben.


Sound

Man muß dem Kernel-Modul bei der Auswahl der Soundkarte etwas auf die Sprünge helfen, da es offenbar eine Vielzahl von HDA-Karten gibt. Die zusätzliche Option model=w810 erfüllt diesen Zweck.

Meine Konfiguration sieht nun folgendermaßen aus:

#/etc/modprobe.d/sound

alias snd-card-0 snd-hda-intel
options snd-hda-intel index=0 model=w810

Kleine Einschränkung: Es funktioniert nur der Softwaremixer und auch dieser nicht im vollem Umfang. Der Hardware-Lautstärkeregler auf der linken Seite des Notebooks bleibt merkwürdigerweise funktionslos.

  • Es gibt nun ein neues Model namens "fujitsu" (model=fujitsu), das die Einstellung über den Hardware-Regler erlaubt.
  • Mit der aktuellen Alsa-Version 1.0.14 funktioniert mit "model=auto" zwar der Hardware-Regler nicht, dafür aber das eingebaute Mikrofon. Der Mikro-Eingang (für Headset) läuft damit aber auch nicht.
  • mit "model=lg-lw" geht sowohl das interne Mikro als auch der Mikro-Eingang. Allerdings muss man mit alsamixer die Lautstärke zuerst auf ein erträgliches Maß reduzieren - mit KMix funktioniert es seltsamer Weise nicht. Großer Haken: Die Lautsprecher und der Drehregler funktionieren nicht. Aber wenigstens kann man skypen ... ;-)

Geeigneter vorkonfigurierter Kernel unter Debian

Für Debian-Benutzer, die nicht selber kompillieren wollen, empfiehlt sich die Installation eines für Pentium M optimierten Kernels.

Dazu ist folgendes in /etc/apt/sources.list hinzuzufügen:

#/etc/apt/sources.list

...

# Laptop Kernels (PentiumM), ipw2200 Modules gefunden über www.apt-get.org
deb http://swapon.de/debian/ sarge/

Die von dort stammenden Kernel haben so ganz nebenbei den großen Vorzug, daß die Modules für ipw2200 gleich schon integriert sind. Lediglich die Firmware ist noch bei http://ipw2200.sourceforge.net/firmware.php separat zu beziehen!

console-framebuffer

Tja, das ist der einzige Wehrmutstropfen: Auf den muß man bei dieser Kernel-Version derzeit verzichten. Ich zumindest habe sie mit der Pentium M-Kernel-Option nicht hinzukompillieren können (was nicht heißt, daß es nicht doch irgendwie möglich sein könnte). Das oben erwähnte Kernel-Package hat den framebuffer gar nicht erst mit eingebunden. Bei anderen Kerneln funktioniert übrigens die Option vga=791 (1024x768x16). vga=864 (1280x800x16) habe ich nicht zum Laufen gebracht.

Der vesafb-tng [[1]] funktioniert hingegen. (video=vesafb:ywrap,1280x800-24@60)

Einrichtung des WLAN unter Debian

Folgende Pakete sind zu installieren (nach dem Stand vom 19.9.2005):

Konfigurationen:

Bei WEP-Verschlüsselung:

#/etc/network/interfaces

iface eth0 inet dhcp
	# ...
	wireless_mode managed
	wireless_rate 54M auto
	wireless_essid XXXXXXXXXX
	wireless_channel 11
	wireless_key	xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
	name Wireless-LAN-Karte

Bei WPA-Verschlüsselung sind zusätzlich folgende Dateien zu bearbeiten:

#/etc/default/wpasupplicant

ENABLED=1
OPTIONS="-w -D ipw -i eth0"

und

#/etc/wpa_supplicant.conf

ctrl_interface=/var/run/wpa_supplicant
ctrl_interface_group=0
eapol_version=1
ap_scan=1
fast_reauth=1

# WPA - TKIP
network={
scan_ssid=1
proto=RSN WPA
pairwise=CCMP TKIP
key_mgmt=WPA-PSK
auth_alg=OPEN
group=CCMP TKIP WEP104 WEP40
ssid="XXXXXXXXX"
#psk="xxxxxxxxxxx"
psk=657665a4261727066e7bc991954e62616ae572
}

Das verschlüsselte Paßwort ist übrigens nicht notwendig, kann aber mittels wpa_passphrase <ssid> <passphrase> hergestellt werden.

Der Eintrag

pre-up /etc/init.d/wpasupplicant start
post-down /etc/init.d/wpasupplicant stop

in /etc/network/interfaces ist übrigens nicht notwendig, solange wpasupplicant aus /etc/init.d/wpasupplicant heraus gestartet wird!


Powermanagement unter KDE

Sondertasten/Hotkeys

Sämtliche softwaremäßig angesteuerten Sondertasten funktionieren auch unter Linux dank des Programms hotkeys.

  1. apt-get install hotkeys
  2. Ändere /etc/hotkeys:
    ...
    Kbd=amilo1439
    ...
  3. Erstelle /usr/share/hotkeys/amilo1439.def:
    <?xml version="1.0"?>
    <definition>
      <config model="Fujitsu Siemens Amilo M1439g keyboard">
        <userdef keycode="236" command="mozilla-thunderbird">Thunderbird</userdef>
        <userdef keycode="178" command="mozilla-firefox">Firefox</userdef>
        <VolDown keycode="176" adj="2" />
        <VolUp keycode="174" adj="2" />
        <Mute keycode="160" />
      </config>
    </definition>
    1. Manueller Start: hotkeys
    2. Automatischen Start einrichten: ln -s /usr/bin/hotkeys ~/.kde/Autostart/


Anmerkung 1: Das Sound-Volume zeigt noch keine sinnvolle Wirkung, das liegt aber an der noch mangelhaften Mixerunterstützung, nicht an hotkeys. Ich hoffe auf spätere Kernel!
Anmerkung 2: Die Tasten lassen sich auf der Console mittels showkey -s ermitteln! (Den letzten Hex-Wert in Dezimal umrechnen)


PowerCinemaLinux

Tja, dieses von GRUB aus zu starten, ist mir bislang nicht geglückt. Kennt jemand einen erfolgversprechenden Weg?


Ja es gibt eine möglichkeit, da standardmäßig immer Grub Installiert wird, (mit dem PowerCinema), Die Grub config kann man in dem PowerCinema Linux Ordner einsehen.

siehe auch: http://www.discountfan.de/forumneu/read.php?9,107008,107091

Technische Daten

(nach Datasheet von Fujitsu-Siemens)

Chipset
Intel 915PM+ICH6M
CPU
Intel® Pentium® M Prozessor 740
Speicher
1 GB
2 SO-DIMM-Speicher-Slots (kein Speicher on-board) 256, 512 MB DDR2 400 MHz
Festplatte
SATA HDD (5.400 U/min): 80 GB
Optisches Laufwerk
8x Multiformat DVD-Brenner mit Double Layer:
Lesen: CD-ROM 24x /DVD-ROM 8x
Schreiben: CD-R 24x /CD-RW 20x /DVD±R 6x /DVD±RW 4x /DVD+R DL 2.4x
Display
15,4-Zoll-WXGA-TFT, Crystal View
Auflösung (physisch):1280 x 800
Helligkeit (typisch): >190 cd/m²
Entsprechend des Standards ISO 13406-2 Klasse II
ACPI-Funktionen
S1 Stand-By (Display aus), S3 Auf RAM speichern, S4 Auf Disk speichern, S5 Soft-Off, Silent Mode
Grafik
PCI Express Grafikkarte basiert auf MXM Typ 1:
- AMILO M1437: ATI MOBILITY™ RADEON® X700 128 MB DDR1 externer Videospeicher
- AMILO M1439G: nVidia Geforce GO 6600 128 MB DDR1 externer Videospeicher
I/O-Schnittstellen
1x IEEE 1394 (FireWire), 3x USB 2.0, 1x S-Video-Out, 1x DVI-I, 1x Modem, 1x LAN, 1x W-LAN, 4-in-1 Flash-Karten-Steckplatz für SD/MS/MMC/MSPRO, 1x ExpressCard Slot (36/54mm), 1x S/PDIF (mit Kopfhörer-Ausgang), 1x Microfon-Eingang (kombiniert mit 1x Line-Eingang, 1x CIR), 1x Stromversorgung
Kommunikation
Eingebautes (Motorola SM56) 56K V.92 Fax Modem
10/100 MBit/s LAN und 1 GigaBit-LAN
Eingebautes W-LAN: Intel® PRO/Wireless 2200 BG- bis zu 54 Mbit/s 802.11 b/g mit Intel® Intelligent- Scanning-Technologie für optimales Power-Management
Audio
Azalia CODEC (7.1 SPDIF), zwei eingebaute Lautsprecher, integrierter Subwoofer, eingebautes Mikrofon, Lautstärkenregelung über Hot Keys
Schnellstart-Tasten
4 Tasten für Internet, E-Mail, InstantOn und Silent Mode (Lüfter "leise" schaltbar)
Hot Keys
Fn + F1: Sperren
Fn + F3: Stummschaltung
Fn + F4: Anzeigenwechsel für ext. Monitor
Fn + F5: Lautsstärke - lauter
Fn + F6: Lautsstärke - leiser
Fn + F7: Helligkeit - heller
Fn + F8: Helligkeit - dunkler
Zeigegeräte und Kontrolltasten
Touchpad mit linker und rechter Maustaste und Scroll-Funktion, Touchpad-Sperrtaste, Ein- und Ausschalter
Status-Anzeige
9 Status-Anzeigen (blaue LEDs): Wireless LAN, Caps Lock, Num Lock, Scroll Lock, Laufwerkaktivität, Power-Status, Batterie-Status, Silent Mode, Power-On
Sicherheit
Benutzer- und Supervisor-Passwort, Kensington-Lock-Unterstützung
Stromversorgung
Li-Ion-Akku, 6 Zellen, 10,8/11,1 V / 4.400 mAH mit ca. 2 Std. Akkulaufzeit, nutzungsabhängig, Dynamic-Charge- und ACPI-2.0-Unterstützung
Externes Universal-Netzteil: 110-240 V (AC), 50-60 HZ
Ausgangsleistung: 90 W, 20 V (Gleichstrom)
Abmessungen und Gewicht
360 mm x 269 mm x 37,1 mm, 3,1 kg
Diese Seite wurde zuletzt am 10. Oktober 2008 um 23:46 Uhr geändert.
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