Arch Linux installieren

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Willkommen bei unserer Arch Linux Installationsanleitung. Diese Anleitung richtet sich an erfahrenere Linux User und beschreibt eine Standard IDE Installation

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorbereitung

Zu aller erst solltet ihr euch die ArchLinux Base CD downloaden (0.7.2): http://www.archlinux.org/download/

Je nach dem auf welchem System ihr euch befindet und ob ihr es behalten wollt, könnt ihr bereits vorher eine SWAP und ROOT Partition anlegen. Man kann die Partitionierung aber auch später mit der Arch CD durchführen.


[Bearbeiten] Arch CD Booten

Im Bios sollte das 1. Boot Device auf euer CD/DVD Laufwerk gestellt sein.

Boot:

An diese stelle einfach Enter drücken.

Wenn der Kernel geladen ist, solltet ihr als erstes

# km

eingeben und Enter drücken, damit ihr ein NON-US Keyboard Layout habt. Ihr wählt dort anschließend eine i386/qwertz/de-latin1-nodeadkeys.map.gz Tastatur aus. Nun möchte Arch noch ein Konsolen Font haben. Ich verwende "lat0-08.psfu.gz".

Anschließend wird der Installer gestartet: #/arch/setup

[Bearbeiten] Arch Setup

Nun fragt Arch euch ob ihr von CD oder FTP installieren wollt. In unserem Fall nehmen wir die CD installation. Es erscheint das folgende Installationsmenü: Bild:Arch inst menue.png

Die einzelnen Punkte werden im Folgenden erklärt.

[Bearbeiten] Prepare Hard Drive

[Bearbeiten] Auto-Prepare

partitioniert die Festplatte automatisch, was aber nicht empfehlenswert ist.

[Bearbeiten] Partition Hard Drives

In diesem Schritt könnt ihr das Datei System festlegen falls ihr bisher nur unformatierten platz auf eurer Festplatte freigemacht habt. Im nächsten Dialog wählt ihr eure Festplatte aus. z.B. /dev/hda. Es öffnet sich cfdisk. Ihr legt z.B. 3 Partitionen an: Eine SWAP (/dev/hda1); eine ROOT (/dev/hda2); und eine HOME (/dev/hda3) Eure ROOT Partition (/dev/hda2) solltet ihr mit cfdisk in jedem fall Bootable setzen. Über das Dateisystem braucht ihr euch noch keine Gedanken zu machen. Der Installer Fragt dies später nochmal ab.
Wenn ihr fertig seid, einfach auf Write und dann auf Quit gehen.

hier die Beispielspartitionierung einer 10GB Festplatte: Bild:Arch inst cfdisk.png

Wenn ihr keine weiteren Festplatten Partitionieren wollt, auf DONE gehen und Enter drücken.

Nach dem Partitionieren, solltet ihr in jedem fall nocheinmal neustarten, damit es zu keinen fehlern bei der Installation kommt.

[Bearbeiten] Set Filesystem Mountpoints

Den Menü Punkt auswählen. Jetzt fragt Arch welche Partition als SWAP Partition genutzt werden soll. In unserem Beispiel /dev/hda1. Die Frage, ob man die Partition formatieren möchte kann man bestätigen.

Anschließend Fragt das Setup nach der / ROOT Partition. Dort wählt ihr in unserem Beispiel /dev/hda2 aus. Weiter wird nach dem Dateisystem gefragt. Hier empfielt sich reiserfs. Auch diese Partition sollte man erst formatieren.

Nach den zwei Pflichtpartitionen wird nach sonstigen Mountwünschen gefragt. An dieser Stelle kann man die HOME-Partition mounten. Dazu wählt man /dev/hda3 aus dem Beispiel, gibt als mountpoint /home ein und lässt sie ebenfalls als reiserfs formatieren.

mit DONE beendet man das Mountmenü

mit "4.Return to Main Menu" wächselt zum Hauptmenü

[Bearbeiten] Select Packages

Hier wählt man die CD aus - also einfach mit Enter bestätigen.

Nun müsst ihr euer CD Drive angeben. Wenn ihr nur eine Festplatte drin habt (/dev/hda), wird euer CD Laufwerk i.d.R. (/dev/hdc) sein.

Als nächstes wählen wir nur die Paketgruppe base aus. Es wird gefragt " Select all packages by default? " Das bestätigen wir mit Yes. Es erscheint eine Liste mit den installierbaren Paketen.

An dieser Stelle ist es Zeit sich über den Bootloader gedanken zu machen. Es stehen GRUB und Lilo zur Auswahl, wobei GRUB zu empfehlen ist. Wenn man sich für GRUB entscheidet, kann man Lilo unter den Paketen abwählen. Bild:Arch inst pak.png Wenn ein Bootloader bereits im Zuge einer parallelen Linux-Distribution installiert wurde, kann man sogar beide abwählen. Dann müsste der vorhandene Bootloader um ArchLinux erweitert werden.

Im nächsten schritt Bestätigen wir die ausgewählten Pakete mit OK

[Bearbeiten] Install Packages

Sollte alles automatisch passierten. Mit OK und Continue bestätigen.

[Bearbeiten] Configure System

Man wird gefragt, welchen Editor man für die Konfiguration verwenden möchte - nano oder vi.

[Bearbeiten] /etc/rc.conf

Der erste Abschnitt der wie hier zu ergänzen ist.

 LOCALE="de_DE.utf8"
 HARDWARECLOCK="localtime"
 TIMEZONE="Europe/Berlin"
 KEYMAP="de-latin1-nodeadkeys"
 CONSOLEFONT="lat0-08"
 CONSOLEMAP=
 USECOLOR="yes"

Der Abschnitt Network:

 lo="lo 127.0.0.1"
 eth0="dhcp"
 #eth0="eth0 192.168.1.85 netmask 255.255.255.0 broadcast 192.168.0.255"
 INTERFACES=(lo eth0)
 gateway="default gw 192.168.1.254"
 ROUTES=(!gateway)

Hier solltet ihr eure Netzwerk einstellungen eintragen, die ihr sonst unter anderen Systemen ebenfalls benutzt. Oder aber auch dhcp


Der letzte abschnitt: DAEMONS

 DAEMONS=(@syslog-ng !hotplug !pcmcia @network !netfs @crond)

Ein  ! bedeutet "disabled", eine @ bedeutet, es wird im hintergrund geladen.


[Bearbeiten] /etc/hosts

Die hosts muss nicht zwangsläufig geändert werden.

 #<ip-address>   <hostname.domain.org>   <hostname>
 127.0.0.1               localhost.localdomain   localhost

Wer es anders brauch, kann es auch noch später ändern!

[Bearbeiten] /etc/mkinitrd.conf

Falls der Bootvorgang nur IDE-Festplatten betrifft, kann man die anderen Treiber mit einer 1 zu deaktivieren. Das macht den Bootvorgang etwas flotter. (Bei Verwendung einer SCSI-Festplatte ist bei SCSI natürlich keine 1 zu stellen.)

...
# Disable whole subsystems by setting to "1"
REMOVE_IDE=
REMOVE_SCSI=1
REMOVE_SATA=1
REMOVE_CDROM=
REMOVE_USB=1
REMOVE_FW=1
REMOVE_RAID=1
REMOVE_DM=1
REMOVE_FS=

An dieser Stelle ordnet man das Laden des reiserfs Moduls an.

# Define which modules are needed by adding "moduleX moduleY"
# If left empty, all modules are included if they are not disabled above
HOSTCONTROLLER_IDE=
HOSTCONTROLLER_SCSI=
HOSTCONTROLLER_SATA=
HOSTCONTROLLER_USB=
FILESYSTEMS="reiserfs" 
...

[Bearbeiten] /etc/resolve.conf

In die resolve.conf tragt ihr euren Nameserver ein, Kann z.B. auch euer Router sein.

nameserver 192.168.1.254

[Bearbeiten] Install Kernel

Hier wählt ihr 2.6 aus. (Kernel 2.6.x for IDE/SCSI systems). Oder auch nur für IDE, je nach dem wie euer System aussieht.

[Bearbeiten] Install Bootloader

Bei diesem Schritt wird der Bootloader in den MBR geschrieben. Ihr könnt wieder zwischen GRUB und Lilo wählen. Es kann jedoch nur der Bootloader erfolgreich installiert werden, dessen Paket ihr zuvor auch installiert hattet.
Falls ihr wie oben erwähnt eine Zweitdistribution installiert, könnt ihr diesen Schritt auslassen.

Als Installationsort wählt ihr z.B. /dev/hda aus, für eine Installation in den MBR (Master Boot Record.) der ersten Festplatte

[Bearbeiten] Exit Install

Jetzt Reboot eingeben.

[Bearbeiten] Einrichten

Nach dem neustart gebt ihr beim Login einfach root ein. Ein passwort sollte nicht gebraucht werden.

Deshalb solltet ihr nun als erstes ein Root Passwort anlegen.

# passwd root

[Bearbeiten] Adduser

Nun legt ihr einen User an, mit adduser. Folgt einfach den Fragen - es sollte selbst erklärend sein! Bei groups solltet ihr in jedem fall optical,video,audio. eintragen.

[Bearbeiten] Netzwerkkarte

Wenn euer Netzwerk oder eure Internet Verbindung nicht funktioniert, wäre es jetzt ein guter Zeitpunkt die Treiber zu installieren, die ihr vorher auf einer Festplatte oder CD gespeichert habt. Falls ihr nicht wisst welches Modul ihr für eure Netzwerkkarte laden müsst könntet ihr euch des mitgelieferten tools hwdetect bedienen.
hwdetect --show-net
als Ausgabe könnte tulip oder 8139too erscheinen. Nun muss man prüfen, ob dieses Modul bereits geladen ist:

lsmod | grep tulip
erscheint tulip in der nächten Zeile, ist es geladen und man kann zum nächsten Schritt gehen.

Wenn es nicht geladen ist muss man die /etc/rc.conf modifizieren, um es bei jedem Start zu laden: nano /etc/rc.conf im Abschnitt Hardware

...
MODULES=(... tulip)
...

um das Modul zu laden und das Netzwerk neu zu starten gibt man ein:
modprobe tulip
/etc/rc.d/network restart

[Bearbeiten] Pacman

Pacman Kurz und Knapp erklärt

Zuerst solltet ihr mit nano oder vi die /etc/pacman.conf bearbeiten.

 [current]
 # Add your preferred servers here, they will be used first
 Include = /etc/pacman.d/current
 #
 [extra]
 # Add your preferred servers here, they will be used first
 Include = /etc/pacman.d/extra
 #
 [community]
 # Add your preferred servers here, they will be used first
 Include = /etc/pacman.d/community

Für den Anfang solltet ihr Current, Extra und Community freischalten.

Nach der Speicherung einmal pacman -Sy eingeben, um die Datenbank zu aktualisieren.

Bevor ihr irgendwas installiert, sollte:

1. pacman upgedatet werden

2. das System upgedatet werden

1. pacman -Sy pacman

2. pacman -Syu

[Bearbeiten] Xorg

In den Arch Repos befindet sich nur noch Xorg 7! Ihr müsst also auswählen was ihr braucht!

  • xorg
  • xorg-utils
  • xf86-input-mouse
  • xf86-input-keyboard
  • xf86-video-nv

In dem oberen Beispiel wird der Xserver installiert, mit Maus und Tastatur Treibern und den OpenSource Nvidia Treibern.

Nach der installation mit xorgconfig den Xserver einrichten.

[Bearbeiten] alsa

Da ihr mit sicherheit auch Ton braucht, hier die alsa Pakete die benötigt werden.

  • alsa-driver
  • alsa-lib
  • alsa-utils
  • alsa-oss

Mit alsaconf alsa einrichten.

In der /etc/modprobe.conf alles auskommentieren, diesen Part übernimmt hier die /etc/rc.conf

In der /etc/rc.conf:

 MODULES=(... snd-cmipci) 

Das modul zum laden der Soundkarte eintragen.

In der DAEMONS Zeile solltet ihr nun auch " alsa " hinzufügen!

[Bearbeiten] KDE, XFCE, Gnome,...

Siehe auch Portal:Desktop-Umgebungen,_Windowmanager_und_X.

Nun z.B. mit pacman -S kde die KDE Gruppe installieren. Oder Gnome, oder oder oder...

Den Login Manager, sofern ihr einen benutzt, sollte ebenfalls in die /etc/rc.conf in die DAEMONS Zeile eingefügt werden.

Nun noch die ~/.xinitrc (in eurem Home verzeichnis vom angelegtem User) z.B. exec startkde eintragen, sofern ihr KDE installiert habt.

Nur noch neustarten und Arch Linux sollte laufen.

Diese Seite wurde zuletzt am 12. Dezember 2006 um 18:38 Uhr geändert.
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