RaLink RT73

Aus LinWiki.de

Der RaLink RT73 Chipsatz kommt in verschiedenen Geräten vor, u.a. im D-LINK DWL-G122 Rev.C (ein WLAN-Stick). Auf der RaLink Hompeage ist unter [1] ein Treiber verfügbar, welcher jedoch erst kompiliert werden muss.

Inhaltsverzeichnis


[Bearbeiten] Native Unterstützung

Ubuntu 7.10 bietet bereits native Unterstützung dieses Chipsatzes an, es ist also nicht nötig diesen mit anderen Treibern anzusprechen.

[Bearbeiten] Installation der nativen Treiber

Bei der Installation muss man sich nur an die README halten, welche ebenfalls dem gepackten Archiv beiliegt.

Bevor man anfängt sollte man sicherstellen das die Kernel-Sourcen und Header installiert sind, desweiteren werden die Pakte gcc; make und build-essential benötigt (build-essential ist ein Paket auf Debian-Derivaten, welches eine Liste von Paketen enthält, die als notwendig erachtet werden um deb-Pakete zu bauen). Auch die Kernel-Headers für die verwendete Kernel Version müssen installiert sein! Aktuelle Version der Treiber ist die 1.0.3.6.

Nachdem herunterladen kann man das Paket entpacken:

> tar -xzvf RT73_Linux_STA_Drv_x.x.x.x.tar.gz
> cd RT73_Linux_STA_Drv_x.x.x.x/Module


Besitzt man einen D-LINK DWL-G122 muss man noch eine Änderung an der rtmp_def.h vornehmen, einfach unter

> #define RT73_USB_DEVICES { \

als vorletzte Zeile diese hier einfügen:

> {USB_DEVICE(0x07d1,0x3c03)}, /* D-Link */		\

Damit wird sichergestellt das der Stick auch richtig erkannt wird.
Bevor man nun jedoch kompilieren kann, muss noch das Makefile für den entsprechenden Kernel kopiert werden, in der aktuellen Version unterstützt der Treiber 2.4 als auch 2.6. Unter 2.4 ist es auch noch nötig die config zu erstellen:

> cp Makefile.4  ./Makefile
> chmod 755 Configure
> make config

Für 2.6 einfach nur:

> cp Makefile.6  ./Makefile


Nun kann man sich direkt ans kompilieren machen:

> make all


Läuft der Befehl ohne Fehlermeldungen durch (Warnungen kann man unbeachtet lassen) muss man noch die Firmware und das Modul kopieren:

> cp rt73.bin /etc/Wireless/RT73STA/
> dos2unix rt73sta.dat
> cp rt73sta.dat  /etc/Wireless/RT73STA/rt73sta.dat

Hinweis: Das Tool dos2unix ist im Paket tofrodos enthalten.
Nun fehlen noch die Module:

> cp rt73.ko /lib/modules/uname -r/kernel/drivers/usb/net/

Wobei uname -r durch die Kernelversion bzw. die Ausgabe des Befehls zu ersetzen ist.
Nun sollte nach dem einstecken des Sticks die richtigen Treiber geladen werden, und absofort die WLAN Schnittstelle rausb0 vorhanden sein, und kann konfiguriert werden.

(Das einrichten des WLAN-Netzes überlasse ich an dieser Stelle anderen...) Noch eine Warnung in eigener Sache: Bei meinem Ubuntu Dapper Drake (6.06) führt ein sudo ifup rausb0 zum einfrieren des gesamten Systems!

[Bearbeiten] Installation über ndiswrapper (Empfohlen)

Alternativ kann man auch die Windows Treiber verwenden, und diese über ndiswrapper einladen.
Als erstes muss man die neuesten ndiswrapper-Sourcen ziehen [1] und es müssen auch die Kernel-Header in der entsprechenden Version installiert sein. Ndiswrapper muss zunächst entpackt werden,

> tar -xzvf ndiswrapper-x.xx.tar.gz
> cd ndiswrapper-x.xx

und nun sollte man mit einem

> make uninstall

die Reste von vorhergehenden Installationen tilgen. Warnungen darüber das Verzeichnisse nicht gelöscht werden konnten (da sie eben Verzeichnisse sind) können getrost ignoriert werden. Nun kann man mit einem

> make
> make install

die neuste Version installieren. Der Install Befehl muss als root ausgeführt werden!

Was nun noch gebraucht wird sind die Treiber, hierfür sind die Dateien aus einer Windows XP Installation nötig:

Programme/D-Link/AirPlus G/Drivers/WIN64/Dr71WU.inf
WINNT/system32/drivers/Dr71WU.sys

Diese kopieren wir an einen Ort (beide in das gleiche Verzeichnis) unserer Wahl (ich empfehle das Home-Verzeichnis, da man sie dann immer bei der Hand hat nach einer Neuinstallation). Wer keine Windows Installation besitzt kann sich auch einen Tarball mit den zwei Dateien von [2] runterladen.
Nun können wir die Treiber einladen:

> ndiswrapper -i Dr71WU.inf
> ndiswrapper -m

Nach spätestens einem Neustart müsste nun die WLAN-Schnittstelle wlan0 zur Verfügung stehen, und kann konfiguriert werden. Wer einen Stick besitzt kann auch versuchen diesen abzuziehen und wieder einzustecken, anstelle eines Neustarts.

[Bearbeiten] Anmerkungen

Mit der ndiswrapper Version aus den Ubuntu Quellen funktioniert der Treiber nicht! Besitzer eines Ubuntu Systems müssen sich die neueste ndiswrapper Version selbst kompilieren!

[Bearbeiten] Verweise

[1] http://ndiswrapper.sourceforge.net
[2] http://garbagecan.ga.funpic.de/downloads/rt73.tar.gz

Diese Seite wurde zuletzt am 12. Februar 2010 um 22:36 Uhr geändert.
Diese Seite wurde bisher 11.198-mal abgerufen.